In „Die Nashörner“ ist es Ionesco gelungen, die Barbarei jedes ideologischen Massenwahns und die Uniformierung des Lebens in einer stringenten, überaus überzeugenden, witzig-komisch tragischen Parabel zu gestalten. In einer fiktiven Gesellschaft
wird ein Mensch nach dem anderen in ein Nashorn verwandelt …
Der rumänisch-französische Autor Eugène Ionesco (1909–1994) gilt als ein führender Vertreter des absurden Theaters und einer der bedeutendsten französischen Dramatiker der Nachkriegszeit. Sein Werk zeichnet sich insbesondere durch politische und gesellschaftskritische Botschaften sowie einen ausgeprägten
Sprachhumor aus. Zu seinen bekanntesten Theaterstücken zählen „Die kahle Sängerin“, „Die Stühle“ und vor allem: „Die Nashörner“.
Das Theater Gut & Edel mit seinem Regisseur Vaclav Spirit ist
seit 36 Jahren im Soziokulturellen Zentrum Nellie Nashorn in
Lörrach angesiedelt, wo wöchentlich geprobt wird und wo alle Inszenierungen auch gezeigt werden.
Mit ihren Produktionen zwischen leisem Kammerspiel und opulentem Ensemblestück ist die Gruppe jedoch weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Lörrach hinaus bekannt, auch im Ausland. Seit 1994 ist Gut & Edel den Göppinger Theatertagen eng verbunden und war insgesamt elf Mal dabei.
1998 erhielt die Gruppe den Förderpreis der Kreissparkasse Göppingen.